Logistikbranche im Umbruch: Herausforderungen und Chancen für den Mittelstand

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Ob auf der Straße, der Schiene, auf dem Wasser oder in der Luft: Transport- und Logistikunternehmen sind für kleine und mittelständische Unternehmen unverzichtbar. Sie sind nicht nur Dienstleister, die Produkte und Waren von A nach B befördern, sondern vor allem auch eine Verbindung zwischen Unternehmen und Lieferanten, Kunden und internationalen Märkten. Aktuell steht die Branche vor einem massiven Umbruch, der auch Auswirkungen auf den Mittelstand haben wird.

Gerade mittelständische Unternehmen sind auf funktionierende Lieferketten angewiesen. Verzögert sich die Lieferung von Bauteilen oder Rohstoffen, können Produktionsprozesse beeinträchtigt werden. Gleichzeitig erwarten Kunden zunehmend zuverlässige und teilweise kurzfristige Lieferungen. Die Leistungsfähigkeit von Spedition und Transport wird damit auch zu einem Faktor für die eigene Wettbewerbsfähigkeit.

Zwischen Fachkräftemangel und Automatisierung

Logistik Automatisierung
Logistik Automatisierung / ©coffeekai/depositphotos.com

Nach der Automobilwirtschaft und dem Handel ist die Logistikbranche mit rund 320 Milliarden Euro Jahresumsatz der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland. Allerdings verändern neben dem anhaltenden Fachkräftemangel und steigenden Kosten auch Digitalisierung, Automatisierung und wachsende Anforderungen an klimafreundlichere Logistik die Branche und stellen sie vor neue Herausforderungen.

Insgesamt fehlen bereits heute etwa 120.000 Lkw-Fahrer und da die sogenannten Babyboomer nun schrittweise in Rente gehen und Nachwuchs kaum vorhanden ist, wird sich das Problem in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Erste Modellversuche mit autonomen Lkw finden auch in Deutschland statt, etwa in Edermünde bei Kassel bei einer Kooperation zwischen LIDL und Einride oder beim Projekt ATLAS-L4. Entsprechende Lösungen könnten den Fahrermangel in Zukunft zumindest teilweise beheben. Ob das praxistauglich ist, wird sich aber noch zeigen.

Bis dahin wird es schwierig für den Mittelstand, langfristige Rahmenverträge mit Logistikern zu schließen – für kurzfristige Transporte fallen häufig extreme Spotmarktpreise an. Unternehmen benötigen daher zunehmend Logistikpartner, die auf unterschiedliche Anforderungen reagieren und kurzfristig zusätzliche Kapazitäten bereitstellen können.

Dabei ist nicht für jede Sendung dieselbe Transportlösung sinnvoll. Bei einer großen Warenmenge kann beispielsweise ein FTL-Transport („Full Truck Load“) als komplette Lkw-Ladung infrage kommen. LTL („Less Than Truck Load“) eignet sich dagegen für Sendungen, die nur einen Teil der verfügbaren Ladefläche beanspruchen. Für kleinere Mengen können Sammelverkehr und Sammelgut eine Alternative darstellen, bei der mehrere Sendungen gebündelt transportiert werden.

Flexible Transportunternehmen und KI gewinnen an Bedeutung

Cargo Frachtcontainer auf einem Zug
Cargo Frachtcontainer auf einem Zug ©scanrail/depositphotos.com

Insbesondere für mittelständische Unternehmen wird es zunehmend wichtiger und wettbewerbsentscheidend, mit einem flexiblen Transportunternehmen zusammenzuarbeiten, beispielsweise der Cargo7 GmbH, einem Cargo-Spezialist aus Frankfurt am Main. Das Unternehmen hat sich auf schnelle, kurzfristige Transporte spezialisiert und verbindet klassische Speditionsleistungen mit digital unterstützten Prozessen und einem europaweiten Partnernetzwerk. Neben Express- und Direktfahrten 24/7 bietet die Cargo7 GmbH auch Lösungen für Luftfrachtersatzverkehr, Sammelverkehr sowie Lager- und Kontraktlogistik an.

Gerade die Kombination unterschiedlicher Leistungen kann für mittelständische Unternehmen interessant sein. Neben planbaren Transporten können Situationen entstehen, in denen kurzfristig eine Express-Lösung benötigt wird. Fehlt beispielsweise ein wichtiges Ersatzteil in einer Produktionsanlage, können wenige Stunden über die Dauer eines Produktionsstillstands entscheiden.

Die Cargo7 GmbH setzt dabei abhängig vom jeweiligen Auftrag unterschiedliche Fahrzeuggrößen ein. Das Spektrum reicht von kleineren Fahrzeugen und Transportern bis hin zu Sattelzügen. Dadurch können sowohl kleinere Sendungen als auch größere Ladungen transportiert werden.

Eine besondere Rolle spielt außerdem der Luftfrachtersatzverkehr. Beim sogenannten Road Feeder Service (RFS) beziehungsweise Trucking werden Luftfrachtsendungen auf bestimmten Strecken per Lkw zwischen Flughäfen, Luftfrachtlagern, Versendern und Empfängern transportiert. Für eine Cargo Firma aus dem Rhein-Main-Gebiet bietet die Nähe zum Flughafen Frankfurt hierfür entsprechende Voraussetzungen. Die Verbindung von Straße und Luftfracht Frankfurt ermöglicht es, Waren von dort aus bundesweit, deutschlandweit oder grenzüberschreitend weiterzutransportieren.

Darüber hinaus ist KI längst auch in der Logistikbranche angekommen und wird zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor. Wenn ein Logistikdienstleister beispielsweise 15 % effizienter wird, weil er die KI eine dynamische Routenplanung vornehmen lässt, kann er mit weniger Fahrern dieselbe Menge an Produkten und Waren transportieren, wodurch der Mittelstand lieferfähig bleibt.

Auch durch KI optimierte Lkw-Auslastungen und automatisierte Rechnungsprüfungen können Logistikunternehmen helfen, die Preise für Mittelständler stabiler zu halten, anstatt die gestiegenen Kosten voll weiterzugeben.

Dabei beschränkt sich der mögliche Einsatz von KI nicht auf die Wahl der kürzesten Strecke. Digitale Systeme können beispielsweise Verkehrs- und Auftragsdaten berücksichtigen, Transporte miteinander kombinieren oder dabei helfen, Leerfahrten zu reduzieren. Eine höhere Fahrzeugauslastung kann wiederum dazu beitragen, vorhandene Kapazitäten effizienter einzusetzen.

Logistikautomatisierung als Erfolgsfaktor für den Mittelstand

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Logistikautomatisierung ©oselote/depositphotos.com

In einer wettbewerbsorientierten Geschäftswelt ist die Automatisierung von Logistikprozessen ein maßgeblicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg von mittelständischen Unternehmen. Mit den passenden Lösungen können Unternehmen nicht nur die allgemeine Effizienz steigern, sondern gleichzeitig auch die Betriebskosten nachhaltig reduzieren. Dabei müssen die Systeme möglichst auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Unternehmen zugeschnitten sein, um maximal effizient zu sein.

Das beginnt bereits bei vergleichsweise einfachen Prozessen. Digitale Systeme können beispielsweise Bestände überwachen, Transportaufträge automatisch auslösen oder Informationen zwischen Unternehmen und Spedition austauschen. Auch die Nachverfolgung von Sendungen und die Dokumentation von Transporten lassen sich zunehmend digital abbilden.

Gerade für mittelständische Unternehmen muss Automatisierung dabei nicht bedeuten, sämtliche Prozesse auf einmal umzustellen. Vielmehr können zunächst einzelne Bereiche identifiziert werden, bei denen manuelle Abläufe besonders viel Zeit beanspruchen oder häufig Fehler entstehen. Schritt für Schritt lassen sich anschließend weitere Prozesse digitalisieren.

Auch die Zusammenarbeit mit externen Logistikdienstleistern spielt hierbei eine Rolle. Wenn Informationen über Warenmengen, Termine und Zielorte schnell ausgetauscht werden können, lassen sich FTL-, LTL-, Sammelgut- oder Express-Transporte besser planen. Flexible Anbieter wie die Cargo7 GmbH können dadurch kurzfristige Anforderungen mit regulären Transportprozessen verbinden.

Langfristige Wettbewerbsvorteile sichern

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und auch in Zukunft noch erfolgreich zu wirtschaften, ist es wichtig, dass mittelständische Unternehmen jetzt die entsprechenden Weichen stellen und gezielt in die Automatisierung ihrer Logistikprozesse investieren.

Gleichzeitig bleibt die Wahl geeigneter Logistikpartner entscheidend. Digitalisierung und KI können Prozesse effizienter gestalten, ersetzen aber nicht die notwendige Transportkapazität und Flexibilität. Besonders wenn Waren kurzfristig bewegt werden müssen, Lieferketten unterbrochen sind oder internationale Transporte organisiert werden sollen, sind Unternehmen auf leistungsfähige Speditionen angewiesen.

Für den Mittelstand besteht die Herausforderung der kommenden Jahre deshalb darin, beide Seiten miteinander zu verbinden: effizientere und stärker automatisierte interne Prozesse auf der einen und flexible Transport- und Logistiklösungen auf der anderen Seite. Unternehmen, denen dies gelingt, können besser auf Engpässe reagieren und ihre Lieferfähigkeit auch unter veränderten Marktbedingungen sichern.

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