Wildunfälle vermeiden – die wichtigsten Tipps

Wildunfälle
Wildunfälle / Bild: ©SciePro/Adobe Stock

In der dunklen Jahreszeit kommt es wieder gehäuft zu Wildwechseln. Das ist vor allem deshalb problematisch, weil die Gefahr von Wildunfällen oftmals unterschätzt wird. Dabei genügt bereits eine Kollision mit einem 20 kg schweren Reh, um bei Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von einer halben Tonne zu erzeugen. Besonders hoch ist die Gefahr in den frühen Morgen- und Abendstunden an Wald- und Feldrändern, weshalb besondere Vorsicht geboten ist. Die wichtigsten Tipps zur Vermeidung von Wildunfällen bekommen Sie hier.

Rehwild an der Straße
Rehwild an der Straße / ©hecke06/depositphotos.com

Genau aufpassen in Gefahrenzonen

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen Wildunfälle ist vorausschauendes Fahren. Das gilt besonders in unübersichtlichen Gefahrenzonen wie Wald- und Feldrändern sowie auf Straßen, die durch Wälder führen. Auch auf neu gebauten Straßen sollte man genau aufpassen und das Tempo im Zweifel lieber etwas drosseln. Hier sind die Tiere häufig noch keine Autos gewohnt. Verringert man seine Geschwindigkeit von den erlaubten 100 auf 80 km/h, kann man im Ernstfall schneller reagieren und bremsen. Dadurch lassen sich Wildunfälle in vielen Fällen vermeiden.

Zum vorausschauenden Fahren gehört es auch, die Umgebung weitläufig im Auge zu behalten. Teilweise sind Wildtiere bereits in der Ferne erkennbar, wenn sie auf dem Feld oder am Straßenrand stehen. In solchen Situationen empfiehlt sich grundsätzlich eine Reduktion des Tempos, da die Tiere jederzeit ohne Vorwarnung auf die Straße laufen können.

Mit Nachzüglern rechnen

Rehe in der Gruppe
Rehe in der Gruppe

Üblicherweise tauchen große Wildtiere in Rudeln auf. Um Zusammenstöße mit Rehen, Wildschweinen und Wölfen zu vermeiden, sollte man sehr achtsam sein, wenn bereits ein Tier die Straße überquert hat. Oft folgen kurze Zeit später weitere. Auch in diesem Fall gilt die Grundregel: Abbremsen und Umgebung beachten.

Bremsen ist besser als Ausweichen

Taucht trotz aller Vorsicht doch einmal ein Wildtier unmittelbar vor dem Fahrzeug auf, ist es besser, kontrolliert zu bremsen und weiter geradeaus zu fahren, anstatt ein gefährliches Ausweichmanöver einzuleiten. Dabei besteht die Gefahr, dass man von der Straße abkommt und dass Unbeteiligte in den Unfall involviert werden.

Daraus ergibt sich nicht nur eine große Gefahr für Leib und Leben. Auch dem Fahrzeug droht ein Totalschaden, sodass es ersetzt werden muss.

Wildunfall mit Reh in der Nacht
Wildunfall mit Reh in der Nacht / ©wrze/depositphotos.com

Tiere verjagen

Wenn man mit dem Fernlicht unterwegs ist, sollte man es bei Tierkontakt deaktivieren. Geblendet davon bleiben Tiere in der Regel nämlich meistens erst recht stehen und bewegen sich nicht von der Stelle. Ein Zusammenstoß ist dann kaum noch vermeidbar. Es ist deshalb eher zu empfehlen zu hupen, um die Tiere von der Straße zu verscheuchen.

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