Der BSI Informationssicherheitsbeauftragte

Informationssicherheitsbeauftragter
Informationssicherheitsbeauftragter / ©AndrewLozovyi/depositphotos.com

Damit die Informationssicherheit in Unternehmen sichergestellt werden kann, ist es empfehlenswert, einen Informationssicherheitsbeauftragten zu ernennen. Aber wie funktioniert das genau?


Was ist ein BSI-Informationssicherheitsbeauftragter ?

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Heutzutage ist es fĂŒr Unternehmen und Behörden von großer Bedeutung, dass Informationen prĂ€zise sind und vertraulich behandelt werden. Es ist auch von entscheidender Bedeutung, dass die technischen Systeme, die fĂŒr die Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen verwendet werden, zuverlĂ€ssig funktionieren und wirksam gegen eine Vielzahl von sich stĂ€ndig Ă€ndernden GefĂ€hrdungen geschĂŒtzt sind.

Ein BSI-Informationssicherheitsbeauftragter ist eine Person, die in einem Unternehmen oder einer Organisation fĂŒr die Informationssicherheit verantwortlich ist und die Einhaltung der Informationssicherheitsstandards und -richtlinien sicherstellt. Das KĂŒrzel BSI steht dabei fĂŒr das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik.

Was sind die Aufgaben vom Informationssicherheitsbeauftragten?

Die Hauptaufgabe des BSI-Informationssicherheitsbeauftragten besteht darin, das Risiko von Sicherheitsverletzungen und Verletzungen vom Datenschutz zu minimieren und sicherzustellen, dass alle Anforderungen an die IT-Sicherheit erfĂŒllt werden. Er oder sie unterstĂŒtzt die Organisation bei der Identifizierung und Bewertung von Sicherheitsrisiken und empfiehlt entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung.

DarĂŒber hinaus berĂ€t der BSI-Informationssicherheitsbeauftragte die GeschĂ€ftsfĂŒhrung und die IT-Abteilung in Fragen der IT-Sicherheit und fĂŒhrt Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen fĂŒr Mitarbeiter durch, um das Sicherheitsbewusstsein in der gesamten Organisation zu stĂ€rken. Der BSI-Informationssicherheitsbeauftragte arbeitet eng mit anderen Abteilungen und Teams zusammen, um sicherzustellen, dass die Informationssicherheit in allen Bereichen der Organisation berĂŒcksichtigt wird.

Zusammenfassung der Aufgaben:

  • Steuerung und Koordination des Sicherheitsprozesses
  • UnterstĂŒtzung der Leitung bei der Erstellung der Sicherheitsleitlinie
  • Koordination der Erstellung des Sicherheitskonzepts sowie zugehöriger Teilkonzepte und Richtlinien
  • Planung und Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen
  • Berichterstattung ĂŒber den Status der Informationssicherheit an die Leitungsebene und andere Sicherheitsverantwortliche
  • Koordination von sicherheitsrelevanten Projekten
  • Untersuchung von sicherheitsrelevanten VorfĂ€llen
  • Initiierung und Koordination von Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen zur Informationssicherheit.

Fachkenntnisse und das Zertifikat

Um als Informationssicherheitsbeauftragter tĂ€tig zu werden, sind umfassende Fachkenntnisse erforderlich. Aus diesem Grund ist es unerlĂ€sslich, verschiedene Schulungen und Seminare zu besuchen, um sich angemessen zu qualifizieren. Es gibt Seminare, die sich an IT-Sicherheitsrichtlinien orientieren und deren Inhalte vermitteln. Wenn ein Teilnehmer an einem Seminar teilnimmt, das sich nach dem international anerkannten ISO 27001-Standard sowie dem IT-Grundschutzstandard des Bundesamtes fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik richtet, kann eine Zertifizierung ausgestellt werden. Diese bescheinigt, dass der Teilnehmer besondere Kenntnisse in diesen Bereichen erworben hat.

Braucht der Beauftragte eine Ausbildung?

Es gibt keine gesetzliche Regelung fĂŒr die Ausbildung eines Informationssicherheitsbeauftragten. Eine wichtige Voraussetzung fĂŒr diese Position ist, dass der Beauftragte ĂŒber alle erforderlichen Fachkenntnisse verfĂŒgt und diese auch zuverlĂ€ssig anwenden kann. Neben fachlichen FĂ€higkeiten sind auch soziale, FĂŒhrungs- und unternehmerische Kompetenzen notwendig, um die Aufgaben erfolgreich zu erfĂŒllen.

Ist es Pflicht einen BSI Informationssicherheitsbeauftragten zu bestellen?

Obwohl die Bestellung eines Informationssicherheitsbeauftragten keine Pflicht ist, wird dies oft als empfehlenswerte Lösung angesehen. Insbesondere in großen Unternehmen kann die Ansammlung von Informationen und GeschĂ€ftsprozessen sehr unĂŒbersichtlich sein. Die UnternehmensfĂŒhrung verfĂŒgt oft nicht ĂŒber die erforderlichen fachlichen Kenntnisse im Bereich der IT. Die Erstellung eines Sicherheitskonzepts und die sichere Verwaltung von Informationen sind sehr zeitaufwĂ€ndige Aufgaben.

Aus diesem Grund wird die Bestellung eines Informationssicherheitsbeauftragten fĂŒr viele Unternehmen immer attraktiver.

Der Beauftragte ĂŒbernimmt nicht nur diese Aufgaben und beschĂ€ftigt sich mit Fragen rund um die Informationssicherheit, sondern ist auch der UnternehmensfĂŒhrung direkt unterstellt. Dadurch bleibt die GeschĂ€ftsfĂŒhrung ĂŒber die GeschĂ€ftsprozesse im Bereich der Informationssicherheit informiert und kann die Konzepte mit gestalten, ohne alles selbst erstellen zu mĂŒssen.

Was verdient ein als BSI Informationssicherheitsbeauftragter?

Das Gehalt eines BSI Informationssicherheitsbeauftragten kann je nach Unternehmen, Branche und Erfahrung des Einzelnen variieren. Laut aktuellen Stellenanzeigen und Gehaltsvergleichsportalen in Deutschland kann das Einstiegsgehalt bei etwa 40.000 bis 60.000 Euro brutto im Jahr liegen. Mit zunehmender Erfahrung und Expertise kann das Gehalt auf bis zu 100.000 Euro brutto oder mehr steigen. In manchen Branchen und Unternehmen kann auch ein höheres Gehalt möglich sein.

Was ist der Vorteil von einem externen Informationssicherheitsbeauftragten?

Eine externe Beauftragung eines Informationssicherheitsbeauftragten kann viele Vorteile bieten. FĂŒr diese Position werden in der Regel umfangreiche Kenntnisse in Technik und Organisation benötigt, die interne Mitarbeiter oft nicht in diesem Umfang besitzen. Ein externer Informationssicherheitsbeauftragter kann daher besser beurteilen, welches Konzept am besten fĂŒr das Unternehmen geeignet ist, da er nicht nur die internen Prozesse kennt.


Quellen:

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