Wie sich Betriebsräte stetig weiterentwickeln können

Weiterentwicklung Betriebsräte
Weiterentwicklung Betriebsräte / ©Wavebreakmedia/depositphotos.com

Sie setzten sich f√ľr die Interessen von Angestellten ein, sind das Bindeglied zwischen Besch√§ftigten und Arbeitgeber und m√ľssen bei K√ľndigungen zustimmen: Mitgliedern in Betriebsr√§ten kommt eine wichtige und trotzdem h√§ufig untersch√§tzte Rolle zu. Doch wie k√∂nnen Betriebsr√§te ihre Funktion bestm√∂glich aus√ľben, um auch in schwierigen Situationen stets einen k√ľhlen Kopf zu bewahren?

Warum braucht es eigentlich einen Betriebsrat?

Der Sinn eines Betriebsrates besteht darin, eine ausgewogene Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen der F√ľhrung eines Betriebes und seinen Angestellten zu erm√∂glichen. Die Gr√ľnde, warum sich dies lohnt, sind dabei vielf√§ltig. Sei es eine unangemessene Bezahlung, willk√ľrliche √Ąnderungen der Arbeitszeiten oder fehlende Sicherheit am Arbeitsplatz: Der Betriebsrat fungiert bei all diesen Problemen als Anlaufstelle und kann anschlie√üend f√ľr Verbesserungen eintreten. Ohne ein solches Sprachrohr im Betrieb hat ein einzelner Angestellter kaum die Chance, dass seine Interessen von der F√ľhrung ber√ľcksichtigt werden. Schlie√ülich fehlt es gerade in gr√∂√üeren Unternehmen h√§ufig an N√§he, was schnell zu Frustration f√ľhren kann.

Wer kann Betriebsrat werden?

Die H√ľrden f√ľr die Gr√ľndung eines Betriebsrats sind niedrig. Bereits drei im Betrieb besch√§ftigte Personen reichen aus, um einen Betriebsrat ins Leben zu rufen. Gew√§hlt werden diese von mindestens f√ľnf Besch√§ftigten, die zum Zeitpunkt der Wahl im Betrieb angestellt sein m√ľssen. Wer sich f√ľr das Amt interessiert, muss ein Mindestalter von 18 Jahren aufweisen und seit sechs Monaten oder mehr f√ľr seinen Betrieb t√§tig sein. Daraus folgt, dass keine bestimmte Position n√∂tig ist und im Idealfall Vertreter aus unterschiedlichen Abteilungen in den Betriebsrat gew√§hlt werden.

Mitarbeitergespräch
Mitarbeitergespräch / ©AndreyPopov/depositphotos.com

Warum eine Tätigkeit im Betriebsrat eine Herausforderung darstellt

Sich als Mitglied im Betriebsrat zu engagieren, ist eine ehrenwerte wie verantwortungsvolle Aufgabe. Sie bedeutet aber auch, nach Feierabend noch ein offenes Ohr f√ľr Besch√§ftigte zu haben, worunter die wertvolle Freizeit leidet. Am Ende positive Entwicklungen f√ľr die Angestellten erreicht zu haben, ist gleichzeitig eine lohnenswerte Entsch√§digung und die gr√∂√üte Motivation. Damit in den z√§hen Verhandlungen mit der F√ľhrung die entscheidenden Kenntnisse bestehen, helfen spezielle Betriebsrat Seminare als R√ľstzeug. Dort vermitteln erfahrene Betriebsr√§te ihr umfangreiches Wissen und geben wertvolle Tipps f√ľr das Amt.

Gerade die rechtliche Komponente nimmt einen wichtigen Teil der Seminare ein. Mitglieder von Betriebsr√§ten erfahren hier, welche Rechte und Pflichten konkret mit ihrem Amt verbunden sind und wo ihre Grenzen liegen. Davon profitieren nicht nur neue Betriebsr√§te, sondern auch langj√§hrige Mitglieder bekommen immer wieder neuen Input und werden auf ver√§nderte Vorschriften aufmerksam gemacht. Daher sollte im Vorfeld Klarheit dar√ľber bestehen, ob man sich die Herausforderung zutraut oder ob die beruflichen Rahmenbedingungen dem Amt im Weg stehen.

Die eigene Arbeit hinterfragen

Je l√§nger eine Zugeh√∂rigkeit zum Betriebsrat besteht, desto mehr Erfahrung bringen die Mitglieder mit. Was unter dem Strich positiv zu bewerten ist, hat auch ein paar Schattenseiten. Oftmals schleicht sich nach Jahren eine gewisse Selbstzufriedenheit ein, was die Empf√§nglichkeit f√ľr neue Entwicklungen schm√§lern kann. Um auf Augenh√∂he mit den anderen Besch√§ftigten zu bleiben, sollten Mitglieder eines Betriebsrates daher immer ihre Arbeit hinterfragen. Feedback aktiv einzufordern, ist ein wichtiger Bestandteil der T√§tigkeiten eines Betriebsrates. Nur so lassen sich die Interessen der Angestellten auch zuk√ľnftig zielf√ľhrend vertreten, was die Rechte der Besch√§ftigten nachhaltig st√§rkt.

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